Deggendorf reiste nach viereinhalbstündiger Busfahrt nach Aschaffenburg – und brauchte sichtbar ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. Die Anfangsphase war geprägt von Nervosität, doch die Mannschaft kämpfte sich Schritt für Schritt in die Partie.
In der 8. Minute setzte Deggendorf das erste große Ausrufezeichen: Ein starker Spielzug über Gscheidmeier brachte den Ball zu Kröll, der clever auf Fuggenthaler ablegte. Dessen Abschluss strich nur knapp am Tor vorbei – ein dickes Ding und ein erster Weckruf.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm Deggendorf die Kontrolle. In der 26. Minute folgte die verdiente Führung: Müller setzte sich stark über die Zentrale durch und spielte einen perfekten Steckpass auf Gscheidmeier, der eiskalt zum 1:0 vollendete. Kurz darauf verhinderte der Aschaffenburger Keeper mit einer starken Parade gegen Kameroli das mögliche 2:0.
Auch nach der Pause blieb Deggendorf gefährlich. Direkt nach Wiederanpfiff wurde Gscheidmeier erneut stark freigespielt, legte quer auf Csanky – doch der Ball wollte nicht ins Tor. Nur eine Minute später traf Hilgart nach einer Flanke den Pfosten. Die Chancen häuften sich, doch die Entscheidung blieb zunächst aus.
Aschaffenburg kam selten gefährlich vor das Tor, während Deggendorf weiter clever agierte: Csanky scheiterte aus 16 Metern (42.), Schlichting verzog knapp (53.). Trotz ausgelassener Möglichkeiten blieb die Defensive stabil und ließ kaum etwas zu.
Am Ende brachte Deggendorf das 1:0 souverän über die Ziellinie und krönte sich – dank einer soliden, abgeklärten Leistung – zum verdienten Meister. Die lange Anreise, der nervöse Beginn und die verpassten Chancen machten den Erfolg nur noch wertvoller.
Ein Sieg, der Charakter zeigt – und eine Meisterschaft, die absolut verdient ist.

